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Zitieren mit Fußnoten

Direkte Zitate, indirekte Zitate, eingerückte Zitate, amerikanische Zitierweise, deutsche Zitierweise, Zitieren mit Fußnoten – das Thema Zitieren ist ein wahres Labyrinth bietet viele Stolpersteine. Keine Sorge, du bist mit Sicherheit nicht der einzige, der noch die eine oder andere Frage hat, wenn es um das Zitieren mit Fußnoten geht. Mit den Hinweisen auf unserer Seite kannst du noch einmal genau nachlesen, worauf es ankommt, wenn du mit Fußnoten zitieren möchtest, wie man Zitate kennzeichnet und was alles in eine Quellenangabe gehört. Dann kannst du dich auch wieder voll und ganz deinen Argumentationen und Beobachtungen widmen und das richtige Zitieren geht wie von selbst.

Verschiedene Zitatarten

Wenn du aus einer anderen Quelle eine Textstelle wortwörtlich übernimmst, so muss du diese in deiner Arbeit mit Anführungszeichen („“) kennzeichnen. Für den Leser ist somit sofort klar, dass du hier den Gedanken eines anderen Autors anfügst, um deine eigenen Argumentationen zu unterstreichen. Diese Art von Zitaten nennt man direkte Zitate, da du sie Wort für Wort in deine Arbeit übernimmst. Damit das Zitat besser in deinen Text passt, sich also grammatisch richtig in deinen Satz einfügt, kannst du leichte Abänderungen am Zitat vornehmen. Auch diese müssen nicht nur beim Zitieren mit Fußnoten kenntlich gemacht werden. Alles, was du im Zitat änderst, auch wenn es nur der Fall oder eine Pluralendung ist, steht in eckigen Klammern ([]). So hast du auch die Möglichkeit, kurze Erläuterungen für ein besseres Verständnis des Zitats anzufügen (zum Beispiel: „dass sie [die Schüler] beim Zitieren vermehrt dieselben Fehler machen und …“). Du solltest jedoch darauf achten, dass du nicht zu viel im Zitat änderst oder hinzufügst, denn das kann die Lesbarkeit deiner Arbeit negativ beeinflussen. Achte also darauf, dass dein gewähltes Zitat weitestgehend selbsterklärend ist.

Eine weitere Art von Zitaten sind die indirekten Zitate oder auch paraphrasierten Zitate. Hierbei übernimmst du einen Gedanken eines anderen Verfassers sinngemäß und gibst diesen mit deinen eigenen Worten wieder. Dieses Zitat steht zwar nicht in Anführungszeichen, muss aber dennoch beim Zitieren mit Fußnoten als auch beim Zitieren im Text als fremdes Gedankengut gekennzeichnet werden.

Zitieren mit Fußnoten: Quellenangabe nach deutscher Zitierweise

Es gibt nicht nur verschiedene Zitatarten sondern auch unterschiedliche Zitierweisen. So beinhaltet beim deutschen Zitieren die Fußnote die Informationen zur Originalquelle, bei der amerikanischen Zitierweise steht hingegen eine Kurzzitation direkt in Klammern im Text. Es ist daher wichtig, dass du dich im Vorfeld darüber informierst, welche Zitierweise die gängige in deinem Fach ist.

Wenn du durch Fußnoten zitieren sollst, also nach der sogenannten deutschen Zitierweise, dann erscheinen die Informationen nicht direkt im Text. Nach der zitierten Textstelle – direkt oder indirekt – steht in deiner Arbeit lediglich eine hochgestellte Zahl, die auf die entsprechende Fußnote mit den Informationen zur Originalquelle verweist. Zitierst du zum ersten Mal eine Quelle, dann musst du eine ausführliche Quellenangabe machen. Für jedes weitere Mal, bei dem du dich auf die gleiche Quelle beziehst, reicht eine Kurzangabe in den Fußnoten. Im Literaturverzeichnis am Ende deiner Arbeit erscheint dann wieder die ausführliche Literaturangabe. Hier ein Beispiel für eine lange und eine kurze Version einer Literaturangabe, damit du dir besser etwas darunter vorstellen kannst und eine Idee davon hast, wie deine Fußnoten aussehen könnten.

Beispiel lang:

Ungerer, Friedrich/Pasch, Peter/Lampater, Peter/Hellyer-Jones, Rosemary: Learning English: Grundgrammatik. Neubearbeitung. 1. Auflage. Stuttgart: Klett Verlag, 2005. S. 30f.

Beispiel kurz:

Ungerer et al., 2005, S. 30.

Achte darauf, dass du vgl. An den Anfang der Quellenangabe setzt, wenn es sich um ein paraphrasiertes Zitat handelt.

Beispiel:

vgl. Ungerer et al., 2005, S.30.

Wenn du diese Hinweise im Kopf behältst, dann kann beim Zitieren mit Fußnoten nichts mehr schiefgehen.