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Zitieren im Text

Zum Verfassen einer Seminararbeit gehört es auch, sich auf andere Quellen zu beziehen und somit seine eigenen Argumente zu unterstützen. Das richtige Zitieren im Text sowie die Angaben im Literaturverzeichnis werfen dabei nicht selten einige Fragen auf. Also keine Sorge, falls du gerade vor deiner Arbeit sitzt und ein paar Fragezeichen beim Thema Zitieren über deinem Kopf schweben. Hier kannst du einige Hinweise zum Zitieren im Text nachlesen, damit dir dieser Teil deiner Arbeiten künftig kein Kopfzerbrechen mehr bereitet und du dich voll und ganz auf deine Argumentationen und Beobachtungen stürzen kannst.

Direkte und indirekte Zitate

Vorweg ist es erst einmal wichtig, zu klären, welche Arten von Zitaten es denn nun eigentlich gibt. Wann ist ein Zitat ein Zitat? Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen kannst du Textstellen wortwörtlich aus einem anderen Werk, von einer Internetseite, einem Archiv, etc. übernehmen. Diese direkten Zitate werden in deiner Arbeit kenntlich gemacht, sodass der Leser auf den ersten Blick weiß, dass nun ein Gedanke eines anderen Verfassers folgt, der deine Aussage stützen und bestärken soll. Wenn du also im Text zitieren möchtest, dann kennzeichnest du das direkte Zitat durch Anführungszeichen („“). Nimmt das Zitat dabei mehr als drei Zeilen ein, so wird es noch etwas stärker vom restlichen Text abgehoben. Es steht dann als selbstständiger Block, wird in einer kleineren Schriftgröße und einzeilig formatiert sowie am linken und rechten Rand um einen Zentimeter eingerückt. Änderungen an Zitaten sind in Maßen möglich, müssen aber ebenfalls gekennzeichnet werden. Meist dienen solche Abänderungen nur dazu, ein eingebettetes Zitat grammatisch an deinen Satz anzupassen. Diese Änderungen erscheinen in eckigen Klammern ([]). Eine zweite Variante beim richtigen Zitieren im Text sind die indirekten oder auch paraphrasierten Zitate. Diese stehen nicht in Anführungsstrichen oder sonstigen Zeichen, da du hier nur sinngemäß die Gedanken eines anderen Autors übernimmst. Du gibst dies jedoch mit deinen eigenen Worten wieder. Zwar musst du den Textabschnitt nicht weiter kennzeichnen, auf die Originalquelle musst du aber unbedingt verweisen, sonst droht ein Plagiatsvorwurf. Doch wie gibt man bei Zitieren im Text die Quelle richtig an?

Zitieren im Text: Die amerikanische Zitierweise

Wenn es um das Zitieren im Text geht, geht es gleichzeitig auch um die amerikanische Zitierweise – denn bei dieser werden die Quellenangaben direkt im Text vermerkt. Die deutsche Zitierweise hingegen arbeitet mit Fußnoten, das bedeutet, dass im Text selbst keine Quellenverweise zu finden sind und alle Informationen zur Quelle in den entsprechenden Fußnoten erscheinen. Möchtest du aber nun im Text richtig zitieren, dann folgt auf die zitierte Textstelle (direkt oder paraphrasiert) die Quellenangabe in Klammern. Auf eine vollständige Angabe kannst du im Text selbst verzichten, da die zu lang wäre und deine Arbeit unnötig unübersichtlich machen würde. Stattdessen steht beim Zitieren im Text eine Kurzversion der Literaturangabe. Du gibst hier also den Nachnamen des Autors an, vermerkst das Jahr der Veröffentlichung sowie die Seitenzahl. Beziehst du dich auf mehrere Autoren mit demselben Namen kannst du ein Kürzel für den Vornamen mit angeben oder einen Kurztitel des Werkes anführen. Letzteres bietet sich auch an, wenn du dich auf verschiedene Werke desselben Autors beziehst, die in demselben Jahr veröffentlicht wurden! Deine Angabe im Text könnte also wie folgt aussehen:

(Müller 45) oder ( Müller 2003: 45).

Für den besagten Fall, dass du mehrere gleichnamige Autoren hast oder mehrere Werke eines Autors im selben Jahr veröffentlicht wurden, könnte die Abwandlung des Beispiels wie folgt lauten:

(Müller, A. 2003: 45).

(Müller, Wissenschaftliche Arbeiten 45) bzw. (Müller, Wissenschaftliche Arbeiten 2003: 45).

Am Ende deiner Arbeit erfolgt dann im Literaturverzeichnis die ausführliche Angabe zur Quelle.