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Sekundärliteratur zitieren

Wenn du dich in deinen Seminararbeiten oder deiner Abschlussarbeit auf andere Quellen beziehst, wird es meistens der Fall sein, dass du Sekundärliteratur zitieren wirst und weniger mit Primärquellen arbeitest. Das richtige Zitieren ist aber auch bei Sekundärliteratur natürlich sehr wichtig und es kann dich schnell Punkte kosten, wenn du es nicht oder falsch machst. So Punkte zu verschenken und vielleicht sogar eine schlechtere Note erhalten ist ärgerlich und durchaus vermeidbar. Hier bei uns kannst du daher noch einmal genau nachlesen, was es zu beachten gibt, wenn du Sekundärliteratur zitieren möchtest.

Was bedeutet Sekundärliteratur?

Als Sekundärliteratur werden wissenschaftliche Werke bezeichnet, die sich thematisch mit einer Primärquelle auseinandersetzen. Es handelt sich hierbei also um Sach- und Fachliteratur. Selten kommst du wirklich mit Primärquellen in Kontakt. Stattdessen wirst du viel öfter Fachliteratur zu einem bestimmten Thema finden, in der eine oder mehrere Personen ihre Gedanken und Analysen präsentieren. Typische Gegenstände der Sekundärliteratur sind beispielsweise dramatische, epische und lyrische Werke, religiöse Texte, Gesetzestexte sowie historische Texte. Ferner gibt es auch noch die Tertiärliteratur. Hierzu zählen Lexika, Enzyklopädien und Nachschlagewerke.

Direkte und indirekte Zitate

Um Sekundärliteratur zitieren zu können, musst du dir natürlich erst einmal sicher sein, wann du es mit einem Zitat zu tun hast. Übernimmst du den direkten Wortlaut eines anderen Autors aus der Sekundärliteratur, dann musst du dieses direkte Zitat in doppelte Anführungszeichen („…“) schreiben, um es kenntlich zu machen. Jede Änderung, die du an diesem Zitat vornimmst, musst du ebenfalls kennzeichnen. Deine Änderungen oder Ergänzungen setzt du dabei in eckige Klammern ([…]). Willst du etwas in dem Zitat hervorheben, dann solltest du es nicht in Anführungszeichen setzen, da das den Leser verwirren könnte. Stattdessen kannst du das Wort oder die Stelle aber fett, kursiv oder in einer anderen Schriftart schreiben. Achte darauf, dass du bei einer Version bleibst, wenn du korrekt Sekundärliteratur zitieren möchtest.

Die zweite Variante eines Zitats ist das indirekte oder paraphrasierte Zitat. Hierbei übernimmst du nicht den ursprünglichen Wortlaut der Sekundärliteratur, sondern gibst die Aussage mit deinen eigenen Worten lieber. Dieses Zitat musst du nicht mit Sonderzeichen kennzeichnen.

Sekundärliteratur zitieren: Amerikanische und deutsche Zitierweise

Auch wenn du paraphrasierte Zitate nicht durch Zeichen kennzeichnen musst, so musst du dennoch beide Arten von Zitaten mit der Quellenangabe versehen, um zu zeigen, dass dies nicht deine eigenen Gedanken sind, die du dort in deiner Arbeit verwendest. Tust du dies nicht oder falsch, droht dir der Plagiatsvorwurf oder zumindest Punkteabzug. Um ohne Fehler Sekundärliteratur zitieren zu können, stehen dir zwei Zitiermöglichkeiten zur Auswahl: die amerikanische und die deutsche Zitation. Damit du auch die richtige verwendest, schau am besten bei deinen Institutionsrichtlinien nach oder frage deinen Prof, welche Zitierweise du am besten in deinem Fach verwenden sollst. Steht es dir offen, welche du benutzt, dann bleib unbedingt durchgängig bei einer der beiden!

Bei der amerikanischen Zitierweise steht die Quellenangabe im Text direkt hinter dem direkten oder paraphrasierten Zitat. Hier setzt du Autor, Jahr und Seitenzahlen in Klammern, was dann folgendermaßen aussieht:

(Name Jahr:Seitenzahl).

Bei der deutschen Zitierweise steht die Quellenangabe hingegen im Fußnotenapparat. Zitierst du die Quelle zum ersten Mal, taucht in der Fußnote eine vollständige Zitation, wie sie in der Literaturliste zu finden ist, auf. Jedes weitere Mal reicht dann die Kurzzitation.

1 Nachname, Vorname: Titel. Ort: Verlag, Jahr. Seitenzahl.

Hast du noch mehrere Informationen wie Herausgeber oder Ausgabe, kannst du auch diese in die Quellenangabe mit einfügen. Hältst du dich an diese Richtlinien, wenn du Sekundärliteratur zitieren möchtest, dann kann zumindest schon mal hinsichtlich des richtigen Zitierens in deiner Arbeit nichts mehr schiefgehen.