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Richtig Zitieren

Beim Verfassen einer Seminararbeit, Bachelorarbeit oder jeder anderen Art von wissenschaftlicher Arbeit, steht man vor sehr vielen formalen Regeln, die man einhalten sollte, um keine Punkte zu verschenken. Daher ist es ganz normal, wenn du beim Thema „Richtig Zitieren“ noch ein paar Fragezeichen über dem Kopf hast. Wann handelt es sich um ein Zitat und wie kennzeichnet man es? Wir haben dir hier einige Hinweise und Beispiele für richtiges Zitieren zusammengetragen, damit es dir in Zukunft leichter fällt, in deinen Arbeiten korrekt zu zitieren.

Das Zitat steht in Anführungszeichen

Übernimmst du aus einem anderen Werk, ganz egal welcher Art, einen Textteil wortwörtlich, so steht dieser in deiner Arbeit in Anführungszeichen („“). Dem Leser wird so sofort deutlich, dass du die Gedanken eines anderen Autors für deine Argumentation nutzt. Damit das Zitat deinen Textfluss nicht stört und grammatisch alles stimmt, kannst du das Zitat leicht abändern. Diese Änderungen müssen natürlich kenntlich gemacht werden, wenn du richtig zitieren willst! Du markierst jegliche Änderungen, die du am Originaltext vorgenommen hast, mit eckigen Klammern ([ ]). So kannst du zum Beispiel auch eigene Erläuterungen, die die Textstelle verständlicher machen, in eckigen Klammern dazu schreiben – achte aber darauf, dass dein Zusatz nicht allzu lang wird. Zitate sollten im besten Fall nämlich selbsterklärend sein und nur deine Argumentation unterstützen. Auslassungen werden mit drei Punkten in eckigen Klammern gekennzeichnet ([…]).

Paraphrasierte Zitate

Neben den direkten Zitaten, welche in Anführungszeichen stehen, gibt es auch die indirekten oder paraphrasierten Zitate. Hier übernimmst du die Idee oder Beobachtungen eines anderen Autors und gibst sie mit deinen eigenen Worten wieder. Zwar gibt es keine Zeichen, die anzeigen, dass es sich hierbei um ein Zitat in deiner Arbeit handelt, jedoch musst du trotzdem auf die Originalquelle verweisen, wenn du korrekt zitieren willst – sonst droht dir nämlich der Plagiatsvorwurf! Doch wie verweist man am besten auf die Quellen?

Richtig Zitieren: Amerikanische vs. deutsche Zitierweise

Wer richtig zitieren möchte, steht erst einmal vor der Wahl der Zitierweise. Meistens gibt es in den verschiedenen Studienfächern eine Zitierweise, die von den meisten Dozenten bevorzugt wird. Also erkundige dich am besten vorher, ob du auf amerikanische oder deutsche Weise zitieren sollst. Wenn du dir nicht ganz sicher bist, frag am besten noch einmal bei deinem Dozenten oder Prüfer nach.

Bei der deutschen Zitierweise arbeitest du mit Fußnoten. Nach dem direkten oder auch indirekten Zitat steht in deinem Text also eine hochgestellte Zahl, die auf die entsprechende Fußnote verweist. In der Fußnote erscheinen dann die Angaben zur Originalquelle. Um aus einem anderen Werk zum Beispiel richtig zitieren zu können und auf dieses zu verweisen, sollten in der Fußnote folgende Angaben stehen:

Nachname 1, Vorname 1; Nachname 2, Vorname 2: Titel. Ort: Verlag, Jahr. Seitenzahl.

Wenn du in deiner Arbeit vermehrt mit derselben Quelle arbeitest, reicht es bei weiteren Fußnoten eine Kurzversion der Quelle anzugeben. Hierbei reichen beispielsweise:

Nachname Jahr: Seitenzahl.

Beziehst du dich auf mehrere Autoren mit demselben Namen oder hat der Autor, den du zitierst, in demselben Jahr mehrere Werke verfasst, auf welche du dich beziehst, solltest du beim richtigen Zitieren auch in der Kurzversion noch einen Kurztitel mit angeben.

Bei der amerikanischen Zitierweise funktioniert es ein wenig anders, denn hier arbeitest du nicht mit Fußnoten. Stattdessen fügst du hinter dem direkten oder paraphrasierten Zitat eine Klammer an, in der in Kurzform ein Verweis zur Originalquelle steht. Wenn du nach diesem Beispiel richtig zitieren möchtest, dann sieht deine Klammer wie folgt aus:

(Nachname Jahr : Seitenzahl).

Auch hier gilt, wie bei der Kurzform der deutschen Zitierweise, dass du einen Kurztitel mit anfügen musst, wenn es mehrere Autoren mit demselben Namen oder mehrere Werke aus demselben Jahr gibt. Die lange Version des Quellenverweises steht dann am Ende der Arbeit im Literaturverzeichnis.