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Internetquellen zitieren

Beim Verfassen deiner Seminararbeit benutzt du wahrscheinlich nicht nur Printmedien, sondern möchtest auch Internetquellen zitieren. Beim Zitieren von Internetquellen gibt es jedoch auch eine ganze Menge zu beachten. Kannst du problemlos jede Internetseite als Quelle benutzen? Wie werden Internetquellen im Text angegeben und wie im Literaturverzeichnis? Wir haben dir hier einige Hinweise zusammengetragen, damit du in deinen kommenden Arbeiten ohne Probleme Internetquellen richtig zitieren kannst.

Zitierfähigkeit von Internetquellen

Auf die Frage, ob du alle Internetquellen zitieren kannst, gibt es keine allgemeingültige Antwort. Bei deinem Dozenten oder Prüfer kannst du einen ersten Eindruck davon bekommen, wie er oder sie zum Zitieren von Internetquellen steht – so kannst du für dich entscheiden, ob du dich hauptsächlich auf Printmedien oder Onlinemedien beziehen möchtest. Vielleicht gibt dir dein Dozent oder dein Prüfer auch Hinweise, welche Internetquellen er oder sie als eher unzuverlässig ansieht und auf welche man daher in der Arbeit eher verzichten sollte. Prinzipiell kannst du jedoch jede Internetseite als Quelle benutzen, sofern sie deine Arbeit unterstützt und du sie für vertrauenswürdig und zitierfähig hältst. Da ohne das Internet auch in der Wissenschaft mittlerweile nichts mehr läuft, heißt das für dich: Immer gerne Internetquellen zitieren.

„Probleme“ mit Internetquellen zitieren

Im Gegensatz zu Printmedien weist das World Wide Web einige Besonderheiten auf, die es zu beachten gibt, wenn du Internetquellen zitieren möchtest. Zum einen unterstehen Internetseiten selten einem Änderungsschutz. Das heißt, dass die Quelle, auf die du dich beziehst, zu dem Zeitpunkt, an dem deine Arbeit gelesen wird, verändert oder gar gelöscht worden sein könnte. Dem Leser wird dadurch möglicherweise die Verständlichkeit oder Nachvollziehbarkeit deiner Argumente erschwert. Schwierig ist auch die Entscheidung, ob du Texte, die es sowohl in einer Print- als auch in einer Onlineausgabe gibt, lieber als Internetquellen zitieren oder dich doch eher auf die gedruckten Versionen beziehen solltest. Meist sind die Ausgaben im Internet natürlich zugänglicher als die gedruckten Versionen. Hier besteht allerdings die Gefahr, dass es in der Onlineversion keine oder andere Seitenzahlen gibt als in der gedruckten Ausgabe. Daher ist es umso wichtiger, dass du die Internetquellen im Text zitieren kannst und sie auch vollständig im Literaturverzeichnis angibst.

Angabe von Internetquellen

Vorweg sei gesagt: Viele Wege führen nach Rom. Wenn du dir die verschiedenen Guidelines von Hochschulen anschaust oder auch Bücher oder Internetseiten zum Thema „Internetquellen richtig zitieren“ aufrufst, wirst du feststellen, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, Internetquellen anzugeben. Wichtig ist vor allem, dass Informationen zum Autor, Titel oder Thema, das Jahr, die URL sowie eine Datumsangabe – also wann du die Seite aufgerufen hast – vermerkt sind und du dich für eine Angabevariante entscheidest! Wechsel keinesfalls die Reihenfolge, in der du die Informationen angibst oder das Format der Verweise, denn sonst droht Punktabzug.

Eine gute Richtlinie, um Internetquellen richtig zu zitieren, wenn dir deine Hochschule keine eigenen Hinweise zum Zitieren vorgibt, ist die Zitierweise nach MLA. Hierbei gibst du im Literaturverzeichnis folgende Informationen an, sofern du sie auf der Internetseite finden kannst:

Nachname, Vorname des Autors. „Titel des Artikels/Thema.“ Name der Webseite. Editionsnummer. Publisher oder Sponsor der Seite, Veröffentlichungsdatum. Medium. Datum des Zugriffs.

Hierbei kann der Name des Autors auch eine Organisation sein oder wegfallen, sofern kein Name auf der Internetseite angegeben ist. Solltest du keinen Publisher und/oder Veröffentlichungsdatum auf der Seite finden, es aber trotzdem vermerken wollen, kannst du für die Person N.p. und für das Datum n.d. angeben. Deine Angabe der Internetquellen nach MLA könnte also wie folgt aussehen:

„Anwesenheitspflicht an Unis: Theoretisch abgeschafft.“ Frankfurter Allgemeine. Werner D’inka, Jürgen Kaube, Berthold Kohler, Holger Steltzner, 30 Jan 2015. Web. 31 Jan 2015. < http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/anwesenheitspflicht-lehrveranstaltungen-nrw-13399574.html>.

Andere Möglichkeiten, wie du richtig Internetquellen zitieren kannst, könnten so aussehen:

Nachname, Vorname (Jahr): Titel. [online]. URL: http://adresse.pdf [Dateityp] [Stand Datum].

Nachname, Vorname (Jahr): Titel, in: Name der Webseite/Magazinname/Online-Sammelwerk (Editionsnummer), unter: URL (abgerufen am Datum).

Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, dass du dich für eine Angabevariante beim Internetquellen zitieren entscheidest und im Vorfeld auf deinen Hochschulseiten nachschaust, ob es besondere Richtlinien an deiner Hochschule oder in deinem Fach gibt. Um Internetquellen im Text zu zitieren, reicht die Kurzangabe – entweder in deutscher Zitierweise mit Fußnote oder in englischer Zitierweise direkt im Text. Zur Kurzangabe gehören Nachname, Jahr und Seitenzahl, du kannst aber auch einen Kurztitel oder den Namen der Webseite angeben, falls du keinen Verfassernamen findest.