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Gesetze zitieren

Als Rechtswissenschaftler, in der sozialen Arbeit oder vielleicht auch ab und zu in anderen Fachrichtungen kommt es vor, dass du Gesetze zitieren musst. Das richtige Zitieren birgt für viele Fragen und Geheimnisse, also keine Sorge, wenn du beim Zitieren in deiner Arbeit mal nachschlagen musst, wie es denn eigentlich genau funktioniert – es geht vielen so wie dir. Für dich ist jetzt natürlich wichtig zu wissen, ob es Besonderheiten und Abweichungen zu beachten gibt, wenn du Gesetze zitieren möchtest. Wie gibt man die Quelle an und muss man auf bestimmte Sonderzeichen achtgeben? Wir haben dir hier Infos und Tipps zusammengetragen, damit nichts mehr schiefgehen kann, wenn du Gesetze zitieren möchtest.

Gesetze Zitieren im Text

Ähnlich der Arbeiten aus anderen Fachbereichen, hast du auch bei rechtswissenschaftlichen Seminararbeiten und Hausarbeiten die Wahl zwischen zwei Zitierweisen: der deutschen und der amerikanischen. Demnach kannst du Gesetze zitieren, indem du die Quelle in Fußnoten angibst oder direkt in einer Klammer hinter der entsprechenden Stelle im Fließtext. Um sicherzugehen, kannst du auch noch einmal in deine Institutsrichtlinien schauen oder bei deinem Prof nachfragen, ob eine bestimmte Zitierweise bevorzugt wird. Wichtig ist auf jeden Fall, dass du bei einer Zitierweise bleibst.

In der Quellenangabe musst du Artikel und Paragraphen nach einer bestimmten Norm und vor allem ganz genau zitieren. Ein genaues Zitat besteht dabei aus Paragraph beziehungsweise Artikel, gegebenenfalls Absatz und Satz. Innerhalb des Zitats kannst du die abgekürzte Zitierweise oder die Zitierweise mit Zahlen nutzen. Auch hier ist wieder wichtig, dass du dich für eine entscheidest und diese beibehältst, wenn du Gesetze zitieren möchtest.

Beispiel:

§ 812 Abs. 1 S. 1 1. Var. BGB.

oder mit der Zahlenvariante:

§ 812 I 1 1. Var. BGB.

Wenn du innerhalb deiner Hausarbeit oder Seminararbeit an mehreren Stellen aus derselben Quelle zitieren willst, dann kannst du eine Wiederholung des ganzen Normkörpers umgehen. Hierbei kannst du am Anfang der Arbeit beispielsweise einfach darauf verweisen, dass alle folgenden Paragraphen ohne Gesetzesangabe aus dem BGB stammen.

Was kommt ins Literaturverzeichnis?

Wie du schon aus anderen Arbeiten weißt, zählt das Literaturverzeichnis noch einmal alle verwendeten und zitierten Quellen auf. Wenn du Gesetze zitieren möchtest, gibt es jedoch eine Besonderheit zu beachten. Auch in rechtswissenschaftlichen Arbeiten listest du im Literaturverzeichnis alle Monographien, Lehrbücher, Kommentare, Aufsätze, Zeitungsartikel und Internetquellen auf, die du für deine Arbeit verwendet hast. Allerdings gibt es auch Quellen, auf die du dich beziehen könntest, die nicht im Literaturverzeichnis auftauchen. Hierzu gehören Gesetze, Gerichtsentscheidungen, Gesetzes- und Amtsblätter, Gesetzesmaterialien und Gesetzessammlungen.