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Die Gliederung wissenschaftlicher Arbeiten

Für viele Menschen ist der Unterschied zwischen dem Inhaltsverzeichnis und der Gliederung wissenschaftlicher Arbeiten nicht ganz klar. Im Idealfall ist es tatsächlich auch so, dass sich das Inhaltsverzeichnis im Laufe des Schreibprozesses aus der Gliederung entwickelt. Während die Gliederung aber ganz zu Anfang der Arbeit verfasst wird, ist der letzte Schliff für das Inhaltsverzeichnis auch der letzte Schritt der Arbeit.

Die Gliederung als Richtlinie

Nachdem du dir erste Gedanken über das Thema und deine Fragestellung gemacht hast, musst du dir einen Plan erstellen, wie du deine Aufgabe am besten angehen willst. Die Gliederung wissenschaftlicher Arbeiten ist ein idealer Leitfaden dafür: Du schreibst auf, was und in welcher Reihenfolge in die Arbeit hineingehört. Während du schreibst, werden dir noch viele Dinge auffallen, die du entweder zusammenfassen, detaillierter ausarbeiten oder auch ganz streichen möchtest. Von daher ist die Gliederung nie in Stein gemeißelt: Sie ist mit dem Fortschreiten der Arbeit veränderlich.

Keine Gliederung gleicht der anderen

Da die Gliederung wissenschaftlicher Arbeiten sehr stark vom jeweiligen Thema abhängt, kann sie je nach Fach und Umfang der Ausarbeitung sehr unterschiedlich ausfallen. Auch die Fragestellung selbst kann für verschiedene Punkte sorgen. Von daher solltest du niemals einfach eine Vorlage nehmen und sie unbesehen benutzen: Du wirst schnell feststellen, dass deine persönlichen Vorstellungen von deiner Arbeit sich nicht so leicht in diese vorgegebene Schablone quetschen lassen. Trotzdem gibt es natürlich Beispiele, an denen du dich orientieren kannst – vorausgesetzt, du veränderst all die Punkte, die für deine Arbeit nicht ganz passend sind.

Gliederung wissenschaftlicher Arbeiten: ein Beispiel

Du kannst deine Gliederung für die wissenschaftliche Arbeit grob an diesem Konzept anlehnen:

Einleitung
Hauptteil
1. Kapitel
a)
b)
2. Kapitel
a)
b)
weitere Kapitel und Unterkapitel für den Hauptteil
Schluss

Wie ausführlich die Einleitung wird und ob du auch hier Unterkapitel für die Grundlagen und die Problemstellung einfügen möchtest, musst du beim Schreiben entscheiden. Beim Hauptteil findest du selbst heraus, wie viele einzelne Kapitel du benötigst – achte aber darauf, dass du keine zu große Tiefe bei den Gliederungspunkten erreichst. Ein Punkt „I.1. a) aa) aaa)“ etwa wirkt für viele Menschen schon leicht verwirrend. Das Einrücken der Unterpunkte kann bis zu einem gewissen Grad hilfreich sein, aber ehe du eine vollkommen unübersichtliche Gliederung für die wissenschaftliche Arbeit erstellst, fang lieber ein weiteres Kapitel an. Wichtig ist auch: Wenn du ein Unterkapitel beginnst, muss es immer auch ein zweites geben. Statt also zu schreiben:

1. Kapitel
a)
2. Kapitel,

schreibe mindestens einen weiteren Unterpunkt dazu:

1. Kapitel
a)
b)
2. Kapitel

Absprache mit dem Dozenten

Bist du dir unsicher, wie deine Gliederung für die wissenschaftliche Arbeit aussehen soll, kannst du dich beim Dozenten erkundigen oder ihm deinen ersten Versuch zur Begutachtung vorlegen. Es gibt viele unterschiedliche Arten, wie du die Gliederung angehen kannst, und vielleicht hat dein Dozent bestimmte Vorlieben. So bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite und es kann nie wieder etwas bei der Gliederung wissenschaftlicher Arbeiten schiefgehen.